Hossegor-Capbreton

Zu früh gefreut!

 Es ist ebend wie es ist und manchmal laufen die Dinge dann doch nicht, so wie man es gerne hätte...warum wir noch nicht auf dem Weg nach Spanien sind und wie mittlerweile alles läuft, das lest ihr ihr...

 

 Die letzten Tage waren wieder super schön. Das Wetter und die Wellen haben das gehalten, was wir uns gewünscht hatten. Um die Gegend ein wenig zu erkunden, machten wir uns am Montag auf den Weg am Strand entlang, in das nahegelegene Hossegor. Mit Turner und Stephan waren wir schon nach ca. 45 Minuten am Ziel angekommen.

Die Promenade von Hossegor war sehr schön anzusehen, man merkte aber deutlich, dass die Ferien allmählich begonnen hatten. Neben Franzosen sah man auch einige Spanier die Ihren Urlaubsanfang in Hossegor genossen. Gestärkt von einem Panini, machten wir uns auf den Heimweg nach Capbreton. Die Tage verflogen hier wie noch sonst nirgendwo.

Die Tage darauf versuchten wir mit Turner zusammen ihn an die "Strandtage" zu gewöhnen. Turner und warten waren leider zwei gegensätzliche Dinge, die sich erst aneinander gewöhnen mussten. Am Morgen kauften wir in einer kleinen Einkaufsgasse noch eine gemütliche Strandmuschel für Turner und für uns eine neue Stranddecke.Perfekt investiertes Geld!

Turner gewöhnte sich super schnell an seinen neuen Platz in seiner Muschel am Strand und konnte endlich zur Ruhe kommen und sich auch einmal ein Nickerchen mehr gönnen. Stephan ging seinen Surfskills nach, ich fotografierte und passte derweil auf Turner auf. Das alles unter einen Hut zu bekommen, galt es zu regeln. Mittlerweile konnte ich sogar schon bis zum Meer gehen und Turner blieb brav auf seinem Platz zurück und wartete, bis ich wieder da war.

 

 Dienstag war es so warm, dass wir trotz dessen wir uns regelmäßig eincremten, einen Sonnenbrand bekamen. Wir wissen ja alle, was anfang noch rot ist, wird braun (think positive). Man gut, dass Turner schon braun genug war und die Sonne nicht mehr brauchte :). Den Abend schlossen wir mit einem gemeinsamen Abendbrot ab.

In der Zeit vor unserer Abreise fing Stephan an, sehr stark an Gewicht zu verlieren.Der Tod seiner Mutter, der Firmenverkauf und den Abschluss für unser neues Leben in eine Balance zu bringen, war für seinen Körper zu viel. Er hatte ständige Magenbeschwerden und bekam immer nur schlecht etwas zu Essen runter bzw. das was er aß, kam meist wieder vollständig nach dem Essen hoch. Ganze 14kg verlor er dadurch im letzten halben Jahr. Das Surfen sowie unsere Reise, war sein letzter Lichtblick sein Leben in dieser Hinsicht wieder in den Griff zu bekommen.

Seitdem wir unterwegs sind hat Stephan eigentlich immer mehr Appetit und seine Leidenschaft, das Surfen, bestärkt ihn wieder, dass im Leben auch viele schöne Dinge auf einen warten können. Ich habe immer versucht, Stephan in jeder Lebenslage zu unterstützen aber ich selbst war irgendwann an einem Punkt angelangt, an dem ich nur noch darauf hoffte, dass seine Lage sich unterwegs verbessern würde. Die gute Laune hält nie 24/7 an aber so ist das nunmal, wenn man 24 Stunden am Tag miteinander zusammen erlebt. Daran werden wir uns auch noch gewöhnen müssen :).

 

 Leider erreichte uns am Dienstag eine schlechte Nachricht. Wir warteten seit einer Woche auf unseren heiß ersehnten Laptop, den wir von Deutschland ja irgendwie hierher bekommen mussten. Ein Bekannter, der sowieso nach Hossegor kommen wollte, erklärte sich dazu bereit, uns diesen mitzubringen. Nicht beeinflussbar verzögerte sich sein Ankommen aber um eine Woche, sodass sich unsere Abfahrt nach Spanien noch etwas verzögerte. Zu früh gefreut!

 

Einiges Positives gab es allerdings zu berichten. Wir hatten über die Internetseite www.workaway.info nach nur einigen Tagen schon zwei Anfragen in Sachen Jobs erhalten. Der eine wäre ideal gewesen, hätte das Nachbarpärchen nicht eine deutsche Dogge gehabt, die den ganzen Tag frei rumlief. Eine andere nette Dame die uns schrieb, fragte ob wir ihr nicht in Ihrem kleinen Yogahostel aushelfen wollen würden. Da wir in diesem Gebiet (Malage) erst ca. im Oktober ankommen würden, bat ich ihr an, dass wir uns zu einem späteren Zeitpunkt nocheinmal schreiben könnten und Bescheid geben würden wenn wir dort sind.

 

Die Seite ist übrigens auch ideal dafür, andere Workawayers unterwegs zu treffen. Es werden dir immer die Profile von den Leuten angezeigt, die sich unmittelbar in deiner Nähe befinden. Wer weiß, vielleicht ergibt sich dadurch mit der Zeit die ein oder andere Freundschaft :). Ich denke, mit dem Profil auf der Homepage werden wir so einige gute Jobs ergattern.

 

Aber wie heißt es so schön “ Everything happens for a reason”!

 

In diesem Sinne, Adieu und bis zum nächsten Blog!