Die nordspanische Küste

Ungebremst nach Bakio!

 

...die Nordspanische Landschaft ist sehr schön anzusehen. Die Küstenstraße entlang zu fahren, ist für jeden ein Muss, der Spanien mal von dieser Seite kennenlernen will und sich in kleinen Buchten an den Strand legen möchte. Welchen Herausforderungen wir uns dieses mal stellen mussten, das lest ihr hier...

 

Wie schon oben erwähnt ist Spaniens Nordküste der Hammer! Die letzten Jahre sind wir immer dort unterwegs gewesen und konnten einiges sehen und erleben. Mit einem Hund auf Reisen sieht alles etwas anders aus. An Stränden sind überall Hundeverbotsschilder und jeder starrt deinen Hund an, als ob es eine Fressmaschine wäre, die dich gleich anfällt. Sogar einen Campingplatz mit Hund zu finden stellte sich schließlich als schwer heraus.

Der Strand in Laga (https://www.outdooractive.com/de/strand/baskenland/playa-de-laga/14865783/)ist ja mein spezieller Lieblingsstrand. Das dort ein absolutes Hundeverbot herrschte, kam uns natürlich bei den warmen Temperaturen gar nicht gelegen. Sonntagabend lernten wir ein Pärchen mit zwei Kindern kennen (Julika & Mark mit Carlos & Maj), mit denen wir uns auf Anhieb super verstanden. Am Abend gab es bei einem kleinen Gewitter einige Dosen Bier und was Süßes um uns den Abend so schön wie möglich zu gestalten. Der Vorteil beim freien Stehen ist, dass man viel leichter Anschluss zu anderen Reisenden findet. Auf Campingplätzen steht man meist nebeneinander, jedoch ist Kommunikation außer hello, hola oder bonjour nicht angesagt.

Die Leute wollen dort lieber ihre Ruhe haben. Um halb eins ging es dann ins Bett. Am frühen Morgen ging es zu einem kleinen Morgensurf. Da die Wellen für mich ein wenig zu stürmisch waren und Stephans Leash gerissen war, entschied ich mich nach 20 Minuten das Wasser zu verlassen, um noch einige schöne Momente auf der Go Pro festzuhalten und übergab mein Surfbrett an Stephan.

 

 Gegen 12 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Mundaka, um unser heiß ersehntes Mac Book in Empfang zu nehmen. Nach einem kleinen Spaziergang durch das kleine Surferörtchen, wo mehr im Winter der gute Swell durchkommt, trafen wir auf Alex der uns unser Mitbringsel in die Hand drückte. Endlich! Nach einem kleinen Mittagessen und einer “Führung” durch unseren “Jürgen” mit Alex, fuhren wir die Küstenstraße ca. 1 Stunde weiter in Richtung Bakio. Teilweise kamen wir die Berge mit dem Wohnmbil nur mit 30km/h hochgefahren. Fast bei den Wolken angekommen, ging es nun bergab. Die Bremsen fingen an komisch zu riechen, so mussten wir versuchen, nicht so schnell zu werden und in kurzen Schritten zu bremsen.

 

Am Ende versagten die Bremsen mehr oder weniger und wir hatten einen Bremsweg von 50-100 Metern. Gott sei Dank passierte das erst in Bakio, wo es dann leicht bergauf ging. Merke: Bei Trommelbremsen hinten und ungekühlter Scheibenbremse vorne, ist es bei längeren Abfahrten notwendig, die Bremsen abkühlen zu lassen. Bakio war ein Ort, mit nicht wirklich vielen Einwohnern , dafür reihten sich komischerweise die Plattenbauten aneinander. Der Stellplatz auf dem wir standen, hatte keinen Strom und war auch nicht wirklich geschützt, dafür zahlten wir nur 6€ und brauchten ca. 5 Minuten bis zum Strand. Um unseren Kühlschrank an 220V anschliessen zu können (Stephan hatte den Kühlschrank an einem 1200 Watt Stromumwandler 12V/230V angeschlossen), benötigten wir einiges an Material. Wo aber in Spanien einen Laden finden, der so etwas anbiete? Einen Baumarkt wir bei uns in Deutschland stand hier schliesslich nicht an jeder Ecke. Am Strand entlang standen mal wieder die Verbotsschilder für Hunde, das hieß für uns, länger als eine würden wir dort nicht bleiben. Wir trafen auf einen Spanier mit zwei Hunden und mit meinem gebrochenen Spanisch und der Übersetzung für einen Elektromarkt bei Google, erklärte er uns den Weg. Bei 26°C ging es also quer durch Bakio, was mit Flip Flops nicht immer so einfach war :-D. Angekommen am Elektromarkt (der wiklich ziemlich viel verschiedenste Auswahl für diesen kleinen Ort hatte), fanden wir einen Kabelkanal, Kabel und alle andere, was wir benötigten. Nebenan war gleich ein Eroski Supermarkt und so konnten wir alles gleich auf einem Weg erledigen. Platt vom tragen kamen wir eine halbe Stunde später wieder beim Wohnmobil an. Zur Abwechslung gönnten wir uns nach dem Anschluss des Kühlschranks einen leckeren selbstgemachten Burger :). Die meisten Leute verschanzten sich neben unserem Wohnmobil in ihren Autos, so wurde der Abend bei uns nicht allzuspät.

 

 

 

 

 Dienstagmorgen fuhren wir nach Gorliz, was über Bilbao und Sopelana lag. Dort hatten wir gesehen, dass es einen Campingplatz am Strand gab, auf dem Hunde erlaubt waren. Um nicht viel Zeit zu verlieren, fuhren wir gleich um 8 Uhr morgens los. Um Turner etwas auszupowern, gönnten wir uns alle eine kleine Wanderung auf einem Trail über die Schluchten von Gorliz. Oben angekommen, war die Aussicht einfach phänomenal! Am Abend ging es für uns in die Innenstadt.

Da Gorliz nicht so “the place to be” war, gingen wir eine Bucht weiter nach Plentzia. Dort gönnten wir uns ein leckeres Bier und einen Snack und machten uns später an den Stränden in Richtung Heimweg.Heute machten wir uns auf den Weg nach Bilbao. Um mehr frei zu stehen versuchten wir eine Dusche für draußen zu finden. Bei einem riesigen Decathlonmarkt fanden wir aber leider nichts. Die Fahrradauswahl war zwar wieder größer, aber ein Beach Cruiser war immer noch nicht dabei. So fuhren wir weiter in Richtung Sopelana. Stephan hielt sich hier sehr gerne zum surfen auf. Nach einem kurzen Strandspaziergang mit Turner (wir fanden eine kleinen Bucht neben dem Strand versteckt hinter Büschen machten wir uns auf dem Weg zum Strand um einige Wellen zu bekommen.

 

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Einen schönen Abend und bis zum nächsten Blog !