Sopelana -Bilbao

Bienvenidos a Sopelana!

 

...Jeder hat auf der Welt verteilt seine ganz persönlichen Lieblingsspots. Einer unserer Lieblingsspots der letzten Jahre war Sopelana. Hier kann man sich entscheiden, ob man unten direkt am Meer auf einem Stellplatz stehen möchte oder es sich lieber gemütlich auf dem Campingplatz, 5 Minuten zu Fuß vom Strand, entfernt gut gehen lässt. Wie es für uns dort weiterging, das lest ihr hier...

 

 

Dieser Moment, wenn du aufstehst, die Tür öffnest und du einfach auf die Schönheit des Ozeans blicken kannst. Unbezahlbar! Die letzten Tage konnten wir einfach mal wieder jede einzelne Minute geniessen. Vom Frühstück am Morgen mit Blick aufs Meer bis zu den unzähligen Surfsessions zwischendurch, Sopelana hat einfach alles zu bieten. Die Tage hier vergingen nur so im Flug und wir wussten mittlerweile schon überhaupt nicht mehr, welcher Wochentag war :-D.

Mittwoch und Donnerstag war viel Surfen angesagt. Die Wellen waren super und das Wetter perfekt, Turner auch mal im Auto zu lassen. Am Donnerstag lernten wir drei Engländer (Alex, Charlie und Chullim) beim Surfen kennen. Drei sehr nette Jungs anfang 20, die ebenfalls mit ihren Kleinbussen unterwegs waren. Nach einer kleinen Führung durch die beiden Autos gingen wir zu unserem "Jürgen" auf den Campingplatz. Mit einigen Dosen feinstem Mahou Bier, wurde es ein netter und geselliger Abend.

Der abgesprochene Morgensurf viel nach der zu kurzen Nacht flach. Um so besser wurde die darauffolgenden Surfsession am Nachmittag, bei denen ich einige gute Schnappschüsse von der Surfcrew erhaschen konnte. Stephan und seine Jungs gaben Gas! Um unseren Videoblog weiterzuführen ging es nach einem langen Nachmittagsspaziergang für einige Aufnahmen an den Strand. Vom Parkplatz oben war das alles kein Problem. Als wir jedoch am Strand einige Aufnahmen machen wollten, kam ein Herr von dem Rettungsteam vor Ort auf uns zu und wies und darauf hin, hier bitte keine Aufnahmen zu machen. Die guten Bilder waren schon in der Tasche so ließen wir die Drohne die restliche Zeit aus. Den Abend nutzen wir um ein wenig in unserem “Jürgen” zu werkeln.

 

 

Am Samstag machten wir noch einige Drohnenaufnahmen und tranken am Abend zum schönen Abschluss in Sopelana einen leckeren “Sex on the Beach” in der Bar “El penon”, die direkt am Strand gelegen war. Ein Abschlussfazit für Sopelana: Ohne Hund perfekt, denn man hat Bilbao quasi um die Ecke (Bilbao ist auf jeden Fall sehenswert) und in die Stadt Sopelana mit Einkaufmöglichkeiten haben wir 5 Minuten mit dem Fahrrad gebraucht oder eine Viertelstunde zu Fuß. Der Strand ist sehr weitläufig und überall kann man gut surfen, sodass sich die Surfer sich nicht wirklich gegenseitig behindern. In der Hochsaison ist hier natürlich sehr viel los. Mit dem Hund kann man in die rechte kleine Bucht gehen die vom Hauptstrand super abgeschirmt ist. Den einen Morgen waren wir dort sogar ganz allein. Zum surfen war für jeden was dabei, vom Anfänger bis Indermediate kommt man hier voll und ganz auf seine Kosten.

Heute Morgen packten wir (mittlerweile richtiges Teamwork) unsere Sachen zusammen und fuhren los. Ich hatte in einem Blog gelesen, dass es in Kantabrien einen Strand “Playa el Berria” gab, andem man zwischen Hochsicherheitsgefängnis und Friedhof super mit seinem Wohnmobil wildcampen konnte. Leider ist heute Sonntag und wir haben knapp 30°C draußen. Die Autos standen schön auf den Straßen in Reih und Glied und wir konnten nicht mehr wenden. So ging es einmal um das kleine Örtchen direkt dahinter. Die engen Gassen, durch die wir mit 3,30m Wohnmobilhöhe und knapp 6m Länge mussten, trieben Stephan und mir die Schweißperlen auf die Stirn. Geschafft! Danach probierten wir es noch an anderen Stränden wie El Brusco, La Arena oder Ajo aber alle waren proppenvoll mit Urlaubern, Einheimischen und und Durchreisenden.

Am Ende landeten wir in Playa de la Arena noch in einer engen Sackgasse. Nach minutenlangem warten stieg ich aus und versuchte den Einheimischen mit Englisch und Spanisch klarzumachen, dass wir wenden mussten. Sie machten endlich Platz und ließen uns wenden. Spanier wollen ebend nie das, was wir gerne hätten :-D!. Gerade nochmal Glück gehabt. Also an alle Camper unter euch, glaubt ja nicht das in Spanien überall Sackgassenschilder aufgestellt sind. Und in den engen Gassen bekommt man auf jeden Fall Adrenalin pur! Im Endeffekt gaben wir nach 4 Stunden Fahrt quer durch die kleinen Dörfchen die Suche auf und fuhren einen sehr ländlich gelegenen Stellplatz in Susa an. Mit Toilette, Außendusche und der Möglichkeit auf Strom (die wir nicht nutzen) für 9€. Das war nach den 5 Tagen Campingplatz auf jeden Fall wieder mal ein Schnäppchen. Ich ging dem Klamottenwaschen nach und Stephan gönnte sich, nach all dem Stress auf der Fahrt, sein wohlverdienten Nickerchen. Muss ja auch mal sein!

 

 

 

Wir sind jetzt mittlerweile 1 Monat unterwegs und haben schon viel zusammen gelacht und erlebt. Die Zeit hier vergeht wie im Flug! Natürlich gibt es harte Zeiten unterwegs aber davon lassen wir uns nicht unterbekommen. Die Zeit die man zusammen hat, sollte man auch zusammen nutzen und ab und zu tut eine alleinige Surfsession so gut, dass alle Sorgen danach wie weggesurft sind! Wir gaben in Deutschland alles auf, um uns frei zu fühlen.

Das Spanien uns bei einigen Dingen diese Tatsache nicht erfüllte, wussten wir leider vorher nicht. Man kann nicht immer auf alles vorbereitet sein! Aber dafür ist das Leben ja da. Immer wieder neue Situationen zu durchleben, das Gefühl kennt glaube ich jeder.

 

In diesem Sinne, hasta luego!