Michelle, Stephan & Turner

"Good vibes happen on the tides"

 

Das wir einmal dort stehen wo wir jetzt sind, hätten wir uns vor einigen Jahren nicht erträumen lassen. Als Stephan und ich uns kennenlernten waren wir beide seit einiger Zeit Single.

Aus einem Internetflirt auf einer Datingapp wurde die große Liebe. Was wir zwei am Anfang noch nicht wussten, wir beide hatten eine große Leidenschaft, das Reisen! Stephan, der durch einen Surftrip vor einigen Jahren seine zweite Leidenschaft, das Surfen, kennen und lieben lernte und ich, die durch einen Work and Travel Aufenthalt in Australien vom Reisefieber gepackt wurde.

 

Egal ob Dänemark, Bali oder Frankreich. Jedes  Jahr steckten wir uns neue Ziele und setzten diese in die Tat um. Nach 1 1/2 Jahren entschieden wir uns ein weiteres Familienmitglied in unsere Familie aufzunehmen. Mit unserem Rhodesian Ridgeback "Turner", in den wir uns beim Besuch einer Züchterin verliebten, wurde unser Glück komplett.

 

Selbst als meine Schwester im Jahr 2014 starb und Stephan die darauffolgenden Jahre erst seinen Stiefvater und dann seine Mutter verlor, gaben wir uns nicht auf. Wir wuchsen an unseren Erfahrungen und entschieden uns im Oktober 2016 für diese gemeinsame Reise zurück zu unserem Glück. Die nächsten Monate bis hin zu dem Beginn unserer Reise, im Sommer 2017, waren stressig und nervenaufreibend.

 

Dort wo wir jetzt stehen hätte uns vor Jahren wahrscheinlich noch niemand erwartet.

 

"Michelle"die liebenswürdige und schokoladenversessene Fotografin

 

Michelle ist eine liebenswürdige, hilfsbereite Person, mit der man Pferde stehlen kann. Sie hatte ihr Leben lang eine soziale Ader und wurde bei ihren Freunden immer als die "Mutter" bezeichnet, weil sie sich um jeden und alles Sorgen machte und versuchte immer eine passende Lösung zu finden.

 

Ihre Leidenschaft in den Jugendjahren war das Schwimmen bei dem SVG, indem sie einige kleinere und größere Erfolge feiern durfte.

Durch ihre relativ große Familie, würde sie sich ebenfalls als Familienmensch bezeichnen. Nichts geht über ihre Familie und mit ihrer Mutter an ihrer Seite hat sie ihre beste Freundin gefunden, die ihr in jeder Lebenslage zur Seite steht.

 

Durch die zahlreichen Surftrips, vermehrte sich das Interesse an der Fotografie. Michelle persönlich liebte es, Fotos vom Surfen oder Landschaften zu machen. Die Bilder scheinen sehr lebendig und machen sich zu Hause an der Wand sehr gut :) . Das Surfen hat sie durch mich kennengelernt. Am Anfang noch wesentlich weniger interessiert, waren meine ihre ersten Surferfolge dann aber doch ein Anreiz darauf, was man mit dem Surfen noch alles so erreichen kann. Auf Bali im März 2016 surfte sie dann ihre ersten grünen Wellen und seitdem war es um sie geschehen...

 

Ein Leben ohne Reisen....für Michelle undenkbar!

 

Nach dem Abschluss der Realschule absolvierte Michelle eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, bei der sie ihre offene Art perfekt einsetzen konnte. Als sie diese in 2010 abgeschlossen hatte zog es sie für ein halbes Jahr nach Australien/Neuseeland, wo sie einige Monate auf dem Land und in der Stadt arbeitete aber auch einiges von Land und der Kultur kennenlernen durfte...Australien ist für Michelle einer der schönsten Kontinente, die sie je bereisen durfte! Auf jeden Fall eine Reise wert.

Wieder in "good old Germany" angekommen, war Michelle so angefixt von der englischen Sprache, dass sie sich entschied, noch eine weitere Ausbildung in Richtung Fremdsprachen zu absolvieren. In der schulischen Ausbildung lernte sie neben der englischen auch die spanische Sprache. Diese konnte sie bei einem 6 wöchigen Aufenthalt auf Fuerteventura sehr gut einsetzen. Anfangs noch etwas holperig, doch mit den Wochen wurde es immer besser! 
Nachdem sie ihre zweite Ausbildung auch erfolgreich abschloss, hatte sie einige Empfangsjobs und Teamassistentenstellen, welche ihr in ihrem Drang zur Freiheit leider nicht weiterhalfen. Für die ersten Berufsjahre hatte sie viel an Erfahrung mitnehmen können und dürfen aber nun war es an der Zeit wieder rauszukommen.

 

"Stephan" der hilfsbereite und leidenschaftliche Surfer

 

Stephan fing nach seiner Schule eine Ausbildung zum KFZ Mechaniker an. Da sein Stiefvater Jürgen aber eine Heizung- und Sanitärfirma hatte, entschied er sich nach kurzer Zeit, seine aktuelle Ausbildung abzubrechen, um eine neue Ausbildung als Gas-Wasser Installateur im familieneigenen Betrieb abzuschließen und später dort mit zu arbeiten. Durch eine schwere Krankheit und einen zusätzlichen Schlaganfall, war Stephans Stiefvater von heute auf Morgen außer Gefecht gesetzt und bat Stephan, das Unternehmen für ihn weiterzuführen. Stephan zögerte nicht lange und übernahm die " Firma Krück". In seinen jungen Jahren (mit  26 Jahren), war das natürlich eine riesen Herausforderung, die er bis zuletzt hervorragend meisterte. Mein Stephan eben!

 

Durch seinen Vater, kam Stephan zur Musik. In jungen Jahren lernte er die Gitarre zu Spielen und legte in einigen Clubs in Hannover als DJ auf. Dann entschied er sich, in einer Band als Frontmann zu singen und die Gitarre zu spielen. Trotz dessen, dass sich die Band schließlich am Ende auflöste, hat Stephan nie seine Leidenschaft zur Musik verloren und musiziert auch heute noch jede freie Minute!

 Stephan ist ein herzensguter und lustiger Mensch, der leider viel zu früh einen Großteil seiner Familie verloren hat, der ihm sehr am Herzen lag. Mit seinem Charme und seiner Hilfsbereitschaft, schaffte er es immer, Freunde wie auch Kunden/Auftraggeber mit seiner Art zu begeistern, sodass er überall gern gesehen war.

 

Seine Leidenschaft zum Surfen entdeckte er vor 7 Jahren, als er zum ersten Mal in das "Pure Surfcamp" nach Moliets fuhr. Seither plant er jede freie Minute für diesen großartigen Sport und nutzt jede Gelegenheit, ob Teneriffa, Madeira, Bali oder einfach nur Norderney um seine Surfskills zu verbessern!

Und er ist ja auch ein großartiges Fotomotiv :).

"Turner" das kuschelnde und freiheitsliebende Sensibelchen

 

Als wir Turner im Oktober 2014 bekamen, wussten wir, auf was wir uns einlassen. Bevor es Turner gab, stand schon immer die Idee eines weiteren Familienmitgliedes im Raum. Wir suchten also über das Internet auf verschiedensten Plattformen nach dem passenden Wegbegleiter. 

Dann fand ich bei Facebook eine Züchterin für Rhodesian Ridgebacks aus der Nähe von Neustadt a. Rbg. Sie hatte davon berichtet, wie die kleinen ihres F-Wurfs hießen und schickte uns einige Fotos und da war es um Stephan und mich geschehen. Wir riefen bei der Züchterin an und vereinbarten einen Termin.

Bei der Züchterin angekommen, rannten auch schon 7 ausgewachsene Ridgebacks auf uns zu. Als wir dann in den kleinen Nebenraum kamen, wo die kleinen Welpen auf uns warteten, knieten wir uns hin und warteten darauf, was passiert. Der erste der kam war unser kleiner "Turner". Er fing an, an Stephans Armbändern zu knabbern (man sagt ja die Hunde suchen sich ihr Herrchen aus). Wir schauten uns die anderen kleinen Welpen dennoch aber wir hatten bereits unser Herz an Herr Blau (Turner war gekennzeichnet durch ein blaues Halsband), verschenkt. Wir unterhielten uns nochmal mit der Züchterin die uns einige Infos über die Rasse gab. 

 

Wir fuhren also wieder nach Hause und ließen uns die Sache durch den Kopf gehen. Damals wohnten wir noch in vierten Stock eines Mehrfamilienhauses und wollten eigentlich warten bis wir ein ordentliches zu Hause,für einen Hund wie Turner, hatten. Also ließen wir von der Hundidee ab. Eine Woche verging. Den Samstag danach war ich arbeiten und als ich abends nach Hause kam empfing Stephan mich an der Tür. Als ich hinter Stephan dann Turner erblickte, der auf mich zugelaufen kam. Er war so schüchtern und zurückhaltend und wie ein kleiner zerbrechlicher Hund. Alles in Allem eine gelungene Überraschung!

 

Seither ist Turner an unserer Seite und hat Stephan ständig in seiner Selbstständigkeit begleitet. Ob auf Baustellen, im Großhandel oder bei Freunden. Turner ist immer ein gerngesehener Gast. Durch seine Größe scheint er erst immer sehr furchterregend aber auf den zweiten Blick kann man ihn nur liebhaben.

 

Er ist mit uns schon ein wenig rumgekommen. Ob Dänemark oder Timmendorf, Turner war immer dabei. Diese Reise wird eine riesige Umstellung für ihn werden, aber die Freiheit die Turner dadurch bekommt, wird er lieben!