Meine TOP 5 Surfspots in Marokko

MAROKKO BRAUCHT EINE WEILE, UM SICH IN MANCHERLEI HERZ EINZUSCHWEISSEN. DENN DIE KULTUR IST AUF DEN ERSTEN AUGENBLICK GEWÖHNUNGSBEDÜRFTIG. DU SOLLTEST OFFEN SEIN UND DICH AUF MAROKKO EINLASSEN KÖNNEN. DANN WIRST DU BELOHNT MIT TOLLEN WELLEN, HERZLICHEN MENSCHEN UND EINER NEUEN LEBENSEINSTELLUNG.

PLATZ 5 IMSOUANE - WANDERTAG IN IMSOUANE

Surfing Imsouane: In einem Hafen war ich vor Imsouane noch nie surfen.

Du kletterst die Hafenmauer runter, und bahnst dir im Knie tiefen Wasser den Weg zu den Wellen. Kommst du zur Einfahrtsmulde der Schiffe, wirst du merken, dass die Strömung sehr stark wird und dich in Richtung Süden treibt. 

Wenn du noch nicht so Paddelfit bist, solltest du dich in  flacherem Gewässer aufhalten, in dem du noch stehen kannst. 

 

Die Welle ist nicht groß, aber sehr lang zu surfen. Eher geeignet für Longboards, Standup Paddler und Anfänger mit Malibus. Der Spot fängt erst bei Lowtide an zu funktionieren, wenn die Wellen vorm Hafen ab 5 Fuß auf den äußeren Riffen bricht. Da der Untergrund im Hafenbecken sandig ist, sind stürze nicht wirklich gefährlich. Surfst du aber auf Mitte der Bucht zu, wirst du in Strandnähe Felsen und Steine nicht übersehen.

 

Übernachten: Du kannst Glück mit dem richtigen Parkwächter haben der die die Freiheit bietet an der Strandpromenade oder am Hafen zu parken. Leider wird das nicht auf Dauer Geduldet. Allerdings ist auch ein Campingplatz in unmittelbarer Nähe vorhanden, der auch nicht die Welt kostet. Hier hast du dann auch WC´s und Duschen, die verhältnismäßig auch recht sauber und ordentlich sind.  

 

Restaurants: Wie ein kleines Gastrodorf hat sich das Zentrum am Hafen aufgebaut. Coole Restaurants, Bars und Cafés laden nach dem Surfen zum Entspannen eine und spiegeln den Surflifestyle zu 100% wieder.

 

Anfahrt: Imsouane ist leicht zu übersehen, wenn du die Hauptstrasse N1, von Norden in Richtung Essaouira kommst, solltest du unbedingt auf die Beschilderung an Kreuzungen achten. Von der N1 geht es dann eine Seitenstraße ab, die dann ins Dorf mit einem sehr langen Gefälle endet. Nutz die Motorbremse, da eure Bremsen ansonsten überhitzen werden.

 

Tipps: Stellt euch mit den Parkwächtern gut und sie werden es euch danken. Vielleicht überlässt man ihnen auch mal

10 Dirham mehr und sie freuen sich dich wiederzusehen.

PLATZ 4 TAMRI - EIN SURF AN BANANENSTAUDEN

Surfing Tamri: Ein Beachbreak, der auch läuft, wenn es für andere Spots noch zu klein ist. Sicher, wie bei allen Beachbreaks, kann es schwierig werden sich den weg ins Lineup zu bahnen - gerade dann wenn es größer wird. 

 

Meinen Beobachtungen zu folge, denke ich dass Tamri am besten zur Midtide läuft. Der Spot läuft bei Westswell  - relativ egal ob Südwestlich oder Nordwestlich. Die optimale Windrichtung liegt bei Ost-, Südostwind.

Ich konnte in meiner Anwesenheit keinerlei Gefahren feststellen. Bei höherer Welle ist jedoch ein rauskommen mit Anfängerboards nicht möglich. 

 

Achtet bitte auf Eure Füße am Strand, denn wie fast überall in Marokko wird offensichtlich mit Scherben gespielt. So ein Flaschenhals im Fuß, macht keinen Spaß - und da Spreche ich aus eigener Erfahrung.

 

Vorne im Wasser ist der Strand mit Kieselsteinen beschaffen. Schritt für Schritt wird dann der Kieselgrund immer weicher, bis er dann in Sand endet. Bei einem Sturz brauchst du dir also keine Gedanken über Riff, Steine oder Seeigel machen. 

 

Übernachten: Sofern ich weiß, findest du in Tamri keine Unterkünfte oder Hotels. Das wird sich in den nächsten Jahren aber sicher ändern, da der Spot bei kleinerer Welle sehr gut für Anfänger geeignet ist. Suchst du ein Hostel, solltest du in Taghazout schauen und den Weg zum Surfen auf dich nehmen. Auch wenn du mit einem Van oder Camper unterwegs bist, lässt dich der Parkwächter nur über den Tag am Spot parken. Zu groß ist die Angst das den Touristen etwas passieren könnte.

 

Restaurants: Solltest du das Glück haben und zum Markttag in Tamri sein, so nimm dir die Zeit und setzt dich in eines der kleinen Grilllokale in denen du frischen Fisch, frisch gegrilltes Geflügel oder auch Lamm essen kannst. Da dieses nichts für Vegetarier ist, gibt es aber auch Gemüsetangine zu essen. 

 

Anfahrt: Von Imsouane kommend, fährst du die Küstenstrasse N1 entlang und kommst zwangsweise durch Tamri, wenn du auf dem Weg nach Taghazout bist. Etwa einen Kilometer nach dem Ort, vorbei an Bananenstauden, findest du auf der rechten Seite eine kleine, schmale, Offroadeinfahrt die direkt am Spotparkplatz endet. Eine große Parkfläche ist vorhanden. Wenn es kurz vor Ankunft geregnet haben sollte, muss ich euch aber abraten diesen Parkplatz zu befahren. Nur mit Glück und Geschwindigkeit ist ein Durchkommen möglich.

 

Tipps: Esst Bananen - Die besten kleinen Bananen der Welt :)

PLATZ 3 ANKER POINT - VORBEI AN STEINEN UND RIFF

Surfing Anker Point: Der Spot kann groß und herzlich. 

Ab 4 Fuss läuft der Anker Point halbwegs.

Je höher desto besser, da dann die Wellen schon weit vor den "gefährlichen Steinen" bricht, gegen die du nicht geschleudert werden willst. 

Sicher ist der Anker Point kein Anfängerspot. Denn als Anfänger wirst du keine Chance auf eine Welle haben. Denn selbst als intermediäte Surfer musst du zeit mitbringen.

Wenn der Anker läuft bist du nicht alleine. Aus Taghazout kommen alle! So ist dieser Spot mit seiner langen, anfangs kraftvollen-, dann etwas chilligeren Welle ein muss für jeden Surfer.

Der Ein- und Ausstieg ist gut zu timen aber du solltest immer die Augen auf haben, um ankommenden Surfern nicht im Weg zu sein. DA du über Steine und Riff surfst solltest du dir ein paar Reefboots anschaffen, da an den meisten Riffs auch immer kleine Seeigelchen nur auf deinen Fuß warten. OUCH! 

PLATZ 2 DESERT POINT- AUF DIE KLIPPEN FERTIG LOS

Surfing Desert Point: Was soll ich sagen? Boom...

Der Desertpoint brauch ein wenig mehr Swell und läuft ab ca. 5 Fuss und Nord-, Nordwestswell. Die Welle läuft dann in direkter Nähe der Klippen seitlich ab und ist lang zu surfen. Dieser Spot ist nicht so sehr überlaufen und daher mein Top 3 Spot in Marokko.

 

Der Weg ins Lineup ist nicht all zu schwierig, da die kommenden Wellen gut zu sehen sind. Das schwierige wird eher den Weg zurück ans Land zu finden, da an den Klippen auch schmerzhafte Steine liegen.

Timing, ist wie immer beim Surfen angebracht. Am besten du gehst von Midtide zu Lowtide ins Wasser, da bei Hightide die Wellen nah an den Klippen brechen und du die Welle dann eh nicht mehr surfen kannst. Nimm dir eine Tidenhub mit um zu schauen, dass du rechtzeitig das Lineup verlässt. 

PLATZ 1 BOILERS - HALT... STOP... JETZT... SCHNELL....

Surfing Boilers: Ich sage nur, "WELTKLASSESPOT". Klar geht man den Boiler nicht als Anfänger surfen. Sogar als fortgeschrittener Surfer hat dieser Spot den Respekt gepachtet. Alleine der Weg ins Lineup kann bei größerer Welle das herz zum Pumpen bringen.

Du siehst nichts beim Einstieg ins Wasser, wenn die Wellen aus nordwestlicher Richtung kommen. Aber genau diese Ausrichtung ist perfekt für Boiler. Du verlässt dich auf andere Surfer, die dir sagen wann du ins Wasser springen kannst. 

Falsches Timing wird bestraft, und dieses gilt nicht nur für den Ein- und Ausstieg. 

Ist die Welle größer solltest du dir keine Fehler, in einem Set, erlauben. Das Weisswasser hat auf Grund der glatten und flachen Steinplatten eine Megapower, durch die man nicht ohne weiteres wieder ins Lineup findet. Erst recht nicht wenn noch zwei oder drei folge Wellen kommen. Auch Boilers ist nur bei Midtide surfbar, da die Wellen bei Hightide brachial auf die Steinklippen knallen.